Krampfanfälle bei Kindern


Kind in stabile Seitenlage bringen
Krampfanfälle bei Kindern

Krampfanfälle bei Kindern können verschiedene Ursachen haben. Am häufigsten tritt der Fieberkrampf auf. Wie sich Eltern bei Krampfanfällen ihrer Kinder am besten verhalten, erklärt der Berufsverband der Kinder‐ und Jugendärzte (BVKJ).

Beim ersten Krampf den Notarzt rufen

Hat ein Kind zum ersten Mal einen Krampfanfall, sollten Eltern unbedingt den Notarzt rufen. Bis zum Eintreffen des Arztes die Kleidung des Kindes lockern und das Kind möglichst aufrecht positionieren, damit es einfacher atmen kann. Übergibt sich das Kind, ist eine Lagerung auf der Seite vorzuziehen, damit das Erbrochene nicht in die Lunge gelangt. Eine empfehlenswerte Position ist die stabile Seitenlage.

Unter den Kopf des Kindes können Eltern ein Kissen oder Kleidungsstück legen. „Während des Anfalls darf ein Kind nicht festgehalten werden“, rät Prof. Hans‐Jürgen Nentwich, ehemaliges Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Kinder‐ und Jugendärzte. Denn sonst drohen unbeabsichtigt Verletzungen. Um diesen vorzubeugen, sollten Eltern wenn möglich auch alle harten oder eckigen Gegenstände aus der Reichweite des krampfenden Kindes entfernen.

Fieberkrämpfe sind meist harmlos

„Ein Krampfanfall bei Kindern durch Epilepsie oder eine Hirnhautentzündung ist relativ selten“, weiß Prof. Nentwich. Weit häufiger als mit epileptischen Anfällen sind Eltern mit Fieberkrämpfen konfrontiert. Davon sind etwa 2 bis 5 Prozent aller Kinder zwischen dem 6. Lebensmonat und dem 5. Lebensjahr betroffen. In der Regel ist ein Fieberkrampf harmlos und bleibt ohne Folgen. Ursache ist in der Regel ein Infekt, bei dem das Fieber schnell ansteigt, zum Beispiel ein grippaler Infekt oder eine Mandelentzündung. Ein einfacher Fieberkrampf dauert in der Regel nur wenige Minuten. Das Kind verdreht die Augen, die Lippen verfärben sich blau, es zuckt rhythmisch oder fällt in eine kurze Bewusstlosigkeit. Anschließend erholt es sich rasch.
In seltenen Fällen dauert der Anfall länger als 15 Minuten und muss durch Medikamente beendet werden. Dann spricht man von einem komplizierten Fieberkrampf. Leidet ein Kind an komplizierten Fieberkrämpfen, bekommen die Eltern in der Regel Notfallmedikamente verschrieben, die sie zu Hause aufbewahren und beim Einsetzen eines Krampfes dem Kind verabreichen. Die Fieberkrämpfe treten in der Regel nicht mehr auf, wenn Kinder das Schulalter erreicht haben.

Wutkrämpfe eher selten

Ein Sonderfall unter den Krampfanfällen bei Kindern ist der Affektkrampf, auch Wutkrampf genannt. Dabei schreien Kinder vor Schmerz oder Ärger so sehr, dass ihnen die Luft weg bleibt und sie bewusstlos werden. Hier kann es hilfreich sein, dem Kind mit einem kalten Waschlappen über das Gesicht zu streichen, rät der Experte.

TCP Apotheken OHG

Die TCP Apotheken OHG, ist eine Kooperationsgemeinschaft vierer regionaler Apotheken im Raum Reichenbach und Zwickau. Eine dieser Apotheken ist die Oberplanitzer Apotheke.
Informationen zu den drei weiteren TCP Apotheken erhalten Sie hier:
Alte Stadtapotheke Reichenbach | Reichenbach
Apotheke am Solbrigplatz | Reichenbach
Schwan-Apotheke Meerane | Meerane

News

Lange Essenspausen bei Älteren
Lange Essenspausen bei Älteren

Gesund oder schädlich?

Intervallfasten gilt als gesund – doch für ältere Menschen könnte das anders aussehen. Eine schwedische Studie zeigt: Wer besonders lange Essenspausen machte, entwickelte über die Jahre schneller chronische Erkrankungen.   mehr

Tipps für die Tabletten-Einnahme
Tipps für die Tabletten-Einnahme

Kopf vor oder nach hinten?

Manche Menschen haben keine Probleme damit, Tabletten zu schlucken – für andere ist es eine Qual. Ein Experte gibt Tipps, wie es bei der Einnahme von Kapseln, Tabletten & Co. besser flutscht und wodurch die Arznei schneller wirkt.   mehr

Kopfschmerz-Typen besser erkennen
Frau mit Kopfschmerzen hält sich Nacken und Stirn.Von Kopfschmerzen gibt es verschiedene Typen.

Migräne, Spannung oder Hirnblutung?

Mehr als ein Drittel der erwachsenen Deutschen leidet mindestens einmal im Monat unter Kopfschmerzen. Doch häufig wissen Patient*innen nicht, welcher Kopfschmerz-Typ sie eigentlich plagt. Erfahren Sie das Wichtigste über 3 häufige Arten und wann Kopfschmerzen ein Alarmsignal sind.   mehr

"Alkoholfrei" nicht immer ohne Alkohol
"Alkoholfrei" nicht immer ohne Alkohol

Vorsicht in der Schwangerschaft

Jedes Jahr kommen tausende Kinder mit alkoholbedingten Schäden zur Welt. Dabei ist das vermeidbar. Was müssen Frauen wissen?   mehr

Ziegenmilch gegen Neurodermitis?
Ziegenmilch gegen Neurodermitis?

Babys vor atopischer Dermatitis schützen

Ziegenmilch statt Kuhmilch – könnte das Babys Haut vor Neurodermitis schützen? Eine Studie liefert Hinweise auf einen möglichen vorbeugenden Effekt. Für Kinder mit bereits bestehender Erkrankung gilt das allerdings nicht.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Oberplanitzer Apotheke OHG
Inhaber Carsten Albrecht, Thomas Schröder
Telefon 0375/78 52 58
Fax 0375/7 88 38 56
E-Mail info@oberplanitzer-apotheke.de